{"id":880,"date":"2015-01-23T12:15:19","date_gmt":"2015-01-23T11:15:19","guid":{"rendered":"\/Blog\/?p=880"},"modified":"2019-01-18T13:14:58","modified_gmt":"2019-01-18T12:14:58","slug":"con-takt-2015-das-college-of-wizardry-und-das-schweizer-larp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/seegras.discordia.ch\/Blog\/con-takt-2015-das-college-of-wizardry-und-das-schweizer-larp\/","title":{"rendered":"Con-Takt 2015, das College of Wizardry und das Schweizer LARP"},"content":{"rendered":"<p>LARP, das ist &#8220;Live Action Role Play&#8221;, Liverollenspiel. Dabei geht es darum in einer hypothetischen Welt eine erfundene Person zu spielen, und mit anderen Spielern die ebenfalls eigene erfundenen Personen, &#8220;Charakter&#8221; genannt, in derselben Welt darstellen, zu interagieren. Das Spektrum dieser Welten reicht von &#8220;Herr der Ringe&#8221; zu &#8220;USA in den 20er Jahren&#8221; bis zu &#8220;Battlestar Galactica&#8221;, und allem nur erdenklichen dazwischen. Und ich spiele und organisiere seit fast 20 Jahren LARP.<\/p>\n<p>Dieses Wochenende war der erste LARP-Kongress in der Deutschschweiz, der Con-Takt 2015. In den Nordischen L\u00e4ndern gibt es seit 1997 den <a href=\"http:\/\/www.knudepunkt.org\/\" title=\"Knutepunkt\">Knutepunkt<\/a> und in Deutschland seit 2006 den <a href=\"http:\/\/larp-mittelpunkt.de\/\" title=\"MittelPunkt\">MittelPunkt<\/a>. Aber in hier war dies das erste mal dass wir wirklich dar\u00fcber geredet haben was wir da eigentlich tun, und was man tun k\u00f6nnte und wohin wir wollen.<\/p>\n<p>Ich habe auf dem Con-Takt 2015 gleich zwei Referate gehalten, eins \u00fcber die Geschichte des Schweizer LARP, das andere \u00fcber Kampf und Regeln:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"\/Blog\/content\/LarpGeschichte.odp\">Geschichte des Schweizer LARP, Folien<\/a> (odp)<\/li>\n<li><a href=\"\/Blog\/content\/LarpGeschichte.pdf\">Geschichte des Schweizer LARP, Folien<\/a> (pdf)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die &#8220;Geschichte&#8221; war logischerweise eher r\u00fcckblickend, so &#8220;mit was hats angefangen&#8221; bis zu &#8220;was haben wir eigentlich so tolles gemacht&#8221;. Wie wir festgestellt haben aber durchaus nicht abschliessend; ein Plan ist es im <a href=\"http:\/\/larpkalender.ch\/\">larpkalender.ch<\/a> auch alle Spiele in der Deutschschweiz zu erfassen die vor 2005 stattgefunden haben um damit eine bessere Basis f\u00fcr historische wie auch statistische Arbeiten zu bekommen.<\/p>\n<p>Was die &#8220;Geschichte&#8221; auch gezeigt hat, ist dass wir hier schon ein sehr breites Spektrum von Settings, Genres und Spielarten ausprobiert haben. Von Fantasy und Vampire \u00fcber Steampunk und Cyberpunk zu Zombies, Pl\u00fcschtieren und einem Gef\u00e4ngnis. Von Schatzsuchen und Weltrettungen zu Krimis, Dorfspielen und Stellvertreterkriegen. Von herk\u00f6mmlichen &#8220;Viele Spieler, wenig NSC&#8221; zu &#8220;Wenig Spieler und viel NSC&#8221;-Railroading bis hin zu gecasteten Spielen mit komplett offener Handlung und alles dazwischen.<\/p>\n<p>Eher in die Zukunft gewandt war der zweite Vortrag, in dem ich im wesentlichen K\u00e4mpfe angeschaut habe, wie sie funktionieren und wie sie durch Regeln modifiziert werden. Es ging vor allem darum den Leuten einerseits zu zeigen &#8220;so sind Regeln typischerweise jetzt, das sind die Auswirkungen&#8221; und andererseits auch aufzuzeigen &#8220;Wir k\u00f6nnen die (fast) beliebig \u00e4ndern&#8221;.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"\/Blog\/content\/WaffenRuestungenIhreReglementierungUndDerenEffekteAufsSpiel.tex\">Waffen, R\u00fcstungen, ihre Reglementierung und deren Effekte aufs Spiel<\/a> (tex)<\/li>\n<li><a href=\"\/Blog\/content\/WaffenRuestungenIhreReglementierungUndDerenEffekteAufsSpiel.pdf\">Waffen, R\u00fcstungen, ihre Reglementierung und deren Effekte aufs Spiel<\/a> (pdf)<\/li>\n<li><a href=\"\/Blog\/content\/WaffenRuestungenIhreReglementierungUndDerenEffekteAufsSpiel-Folien.odp\">Waffen, R\u00fcstungen, ihre Reglementierung und deren Effekte aufs Spiel, Folien<\/a> (odp)<\/li>\n<li><a href=\"\/Blog\/content\/WaffenRuestungenIhreReglementierungUndDerenEffekteAufsSpiel-Folien.pdf\">Waffen, R\u00fcstungen, ihre Reglementierung und deren Effekte aufs Spiel, Folien<\/a> (pdf)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die weiteren Referate (und hoffentlich bald auch die Unterlagen dazu) sollten auf con-takt.ch zu finden sein. Besonders interessant war die Vorstellung vom LARP &#8220;Transit&#8221;, die Anleitung zum modifizieren von Nerf-Waffen und &#8216;Schr\u00e4nken die CH-Lokationen \u201cPfadiheime\u201d die Larp-Weiterentwicklung ein?&#8217;, plus in der gleichen Stossrichtung den ad-hoc Vortrag von Kendra \u00fcber den &#8220;LARP mixing desk&#8221;.<\/p>\n<p>Kurz vorher dem Con-Takt ist das hier aufgetaucht: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oW0bi_XgMY0\" title=\"College of Wizardry - Documentary\">College of Wizardry &#8211; Documentary<\/a>. Die Dokumentation \u00fcber ein Harry Potter LARP in Polen. Dazu gibt es noch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cqzxUbUiWWs\" title=\"Behind the scenes of the larp College of Wizardry with organizer Claus Raasted\">Behind the scenes of the larp College of Wizardry with organizer Claus Raasted<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NAev5iKGQpU\" title=\"Claus Raasted: On hyping larps (for Mittelpunkt 2014)\">Claus Raasted: On hyping larps (for Mittelpunkt 2014)<\/a>. Das letzte davon ist ganz offensichtlich auf LARP Organisatoren in Deutschland, spezifisch auf diejenigen auf dem MittelPunkt gerichtet.<\/p>\n<p>Und ein paar der Sachen betreffen uns in der Schweiz genauso. Vor allem &#8220;2. Tell us that it&#8217;s cool&#8221; und &#8220;5. Tell us what&#8217;s going to happen&#8221;. Das, und obig erw\u00e4hnte Vortr\u00e4ge zur LARP-Theorie haben f\u00fcr extrem viel Gespr\u00e4chsstoff gesorgt.<\/p>\n<p>Wir haben angefangen uns bewusst zu werden dass wir an sehr viel mehr Stellen herumschrauben k\u00f6nnen. Zum Teil haben wir das vorher schon gemacht, aber es war uns eigentlich nicht wirklich klar was wir da eigentlich tun. Seit jeher war das LARP in der Deutschschweiz zum Beispiel sehr Regelarm, und in den 90ern vielen immer mehr Regeln unter den Tisch, so dass wir zu den Vorreitern von &#8220;Du Kannst Was Du Darstellen Kannst&#8221; oder teilweise auch &#8220;Du Kannst Was Du Kannst&#8221;-Bewegung geh\u00f6rt haben, zu einer Zeit in der in Deutschland noch massive Regelsysteme mit Erfahrungspunkten der Usus war. Auch dass die Spielleitung in unauff\u00e4lligen Rollen mitspielt war eigentlich immer so. Und ganz viele solche Sachen haben wir auch nicht \u00f6ffentlich kommuniziert; es war so selbstverst\u00e4ndlich dass man erst begriffen hat dass es anders sein k\u00f6nnte wenn man auf Spiele in Deutschland ging.<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang haben wir auch \u00fcber den <a href=\"http:\/\/larpkalender.ch\/\">larpkalender.ch<\/a> gesprochen, einer dessen Betreiber ich ja bin, und wie wir Spielern, prospektiven Spielern und Orgas helfen k\u00f6nnen. Ideen sind Location-Datenbank, Orgas in Reviews dazu zu bringen Felder wie &#8220;Was war unser Ziel des Spiels&#8221; und &#8220;Wie wollten wir das erreichen&#8221; auszuf\u00fcllen sowie ganz allgemein besser dar\u00fcber zu informieren was wir eigentlich tun.<\/p>\n<p>Ich glaube wir k\u00f6nnen als Fazit vor allem diese beiden Punkte auff\u00fchren:<\/p>\n<p>a) Wir k\u00f6nnen viel mehr machen als uns bewusst war; und manchmal haben wir das sogar getan, aber da ist immer noch eine Welt von M\u00f6glichkeiten die wir noch nie ausprobiert haben.<\/p>\n<p>b) Wir sprechen zu wenig dar\u00fcber was wir tun. Diskussionen finden immer noch in geschlossenen Foren statt, und wir sagen prospektiven Spielern eigentlich gar nicht was wir da tun. Wenn im Larpkalender jemand nachfragt und die Antwort &#8220;Standard Fantasy&#8221; bekommt, dann weis man trotzdem nicht was denn der &#8220;Standard&#8221; sein k\u00f6nnte, ausser man war schon mal an einem Spiel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LARP, das ist &#8220;Live Action Role Play&#8221;, Liverollenspiel. Dabei geht es darum in einer hypothetischen Welt eine erfundene Person zu spielen, und mit anderen Spielern die ebenfalls eigene erfundenen Personen, &#8220;Charakter&#8221; genannt, in derselben Welt darstellen, zu interagieren. 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