Einfache Kampfregeln

gedacht für Wettbewerbsorientiertes Spiel

Beim herumstöbern bin ich auf diese [Diskussion über Marktkämpfe] gestossen, und von da aus wiederum zu diesem [Essay über Kampfnachstellung]

Zu was das ganze geführt hat, ist zu einem einfachen Kampfsystem das (im Gegensatz zu komplett Punktelosen System) Wettkampforientiert ist, sprich, man kann sich darauf verlassen dass bei einer bestimmten Aktion der Gegner etwas bestimmtes tun muss, respektive der Gegner auch sofort sieht wann der andere Kampfunfähig ist und seine Taktik auch danach festlegen kann. Man könnte es von einem Kampfrichter nach einer Liste bewerten lassen und Leute die betrügen würden auch sofort auffallen.

Zonen

Erstens definieren wir Zonen: je nach Geschmack, Kopf, linker Arm, rechter Arm, linkes Bein, rechtes Bein, Torso. Oder auch mehr oder weniger. Man kann auch z.b. den Kopf rausnehmen, oder den Torso in Brust und Bauch, die Arme in Unter- und Oberarme und die Beine in Ober- und Unterschenkel unterteilen. Mehr Zonen werden zu längeren Kämpfen führen.

Rüstung

Rüstung gilt nur da wo sie getragen wird, also mitunter nicht die ganze Zone. Wenn also jemand einen Einhandschlag auf den Gambeson am linken Arm kriegt ist er Kampfunfähig, wurde das Kurzarm-Kettenhemd weiter oben getroffen, dann ist ers noch nicht.

Waffen

Kampfstil

Das ganze geht von einem eher mittelalterlichen Kampfstil aus. Explizit sind dabei Stiche und/oder Raufen einbezogen, aber nicht notwendig. Allerdings kippt das Verbieten von beidem gleichzeitig die Spielbalance leicht zugunsten von Vollplattenträgern, da die besten Arten diese zu überwinden stechen in die Schwachstellen sowie Niederwerfen sind. Trotzdem denke ich bleibt es spielbar, weil sie immer noch mit Zweihandwaffen zu besiegen sind. Auch kann der Kopf einbezogen werden oder auch nicht. Punkto Waffen sollte das ganze sowohl mit Latexwaffen als auch mit Holz, Bambus, Rattan oder Metallwaffen spielbar bleiben. Brauchbar ist es sowohl für Marktkämpfe, als auch für Liverollenspiel. Im Liverollenspiel gilt danach einfach dass die Treffer auch noch ausgespielt werden (zb. Arm kaputt), es ist aber nicht einmal notwendig dass nicht-kampfunfähig machende Treffer während des Kampfes ausgespielt werden müssen.

Schlusswort

Vor ein paar Wochen ist mir mal so ein unsäglich kompliziertes Rüstungspunkt-System aufgefallen, und ich hatte seither im Hinterkopf dass man doch sowas irgendwie einfacher lösen können müsste, ohne das DKWDDK-Modell anzuwenden. Sprich, etwas das auch für Punktespieler funktioniert. Es ist auch möglich dieses System zusammen mit Kämpferschutzpunkten oder zusätzlichen Lebenspunkten durch Rangkarten zu benutzen, dann geht aber der Vorteil dass man sofort sieht wieviel der andere aushält verloren (sprich, es wird anfälliger auf Leute die bescheissen).

Tote kennt das System noch keine, nur Kampfunfähige und Verletzte. Eventuell kann man es so lösen dass Torso- und Kopftreffer (so erlaubt) als tödliche Treffer gelten. Durch Torsotreffer kampfunfähig gewordene Leute gelten als sterbend und müssen innert kurzer Zeit versorgt werden.

Auch bleibt es festzulegen welche Art und wie lange medizinische Versorgung geleistet werden muss bevor ein Kampfunfähiger wieder kampffähig ist (für die ehemals "sterbenden" würde ich vorschlagen: diesen Tag nicht mehr Kampffähig, unabhängig von der Art der Behandlung).

SeeGras, 30.03.2004